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Bosau
liegt auf einer Landzunge am Ostufer des Großen Plöner Sees und
wurde vor rund 850 Jahren aus einer Wendensiedlung (Slawensiedlung)
gegründet. Heute präsentiert sich der Luftkurort mit zahlreichen
touristischen Einrichtungen als Erlebnis-Paradies im Naturpark Holsteinische
Schweiz.
Die Holsteinische Schweiz gehört zu den schönsten Regionen
Schleswig-Holsteins – wenn nicht sogar ganz Deutschlands. Bosau
und sein seenreiches Umland ist geprägt von der Land- und Forstwirtschaft.
Sanfte Hügel, durchzogen von Knicks (Wallhecken), weiten Wiesen
und Felder, das satte Grün der Mischwälder
und ein leuchtendes Gelb
der herrlich schönen Rapsfelder sind die herausragenden Eigenschaften
dieser einmaligen Landschaft. Der 68.000 ha große Naturpark Holsteinische
Schweiz ist bekannt für seinen Wald- und Seenreichtum. Er bietet
zahlreichen Tieren und Pflanzen wertvollen Lebensraum. Hier im Naturpark
kommt man ihnen durch entsprechende Besuchereinrichtungen leicht
auf die Spur. Alle wichtigen Informationen zum Naturpark halten
die Mitarbeiter des Naturparhauses in Plön für Sie bereit. Bosau
ist eingebettet in ein herrliches Seenparadies, das man sich auf
verschiedener Art und Weise erschließen kann. Zum Glück ist die
Badewasserqualität der schleswig-holsteinischen Meere und Binnengewässer
– wie regelmäßige Messungen der Gesundheitsämter ergeben – einwandfrei. In
Bosau steht mit der berühmten Vicelin-Kirche St. Petri eines der
ältesten Gotteshäuser des Landes Schleswig-Holstein. Die 850 Jahre
alte Feldsteinkirche wurde 1151/52 im spätromanischen bzw. frühgotischen
Stil von Bischof Vicelin erbaut, der das Gotteshaus dem Apostel
Petrus weihte. Sie bestand aus Feldsteinen und war innen und außen
mit blendend weißem Segeberger Gips besetzt.
Im Sommer finden
in St. Petri im Rahmen der weithin bekannten Sommerkonzerte zahlreiche
Aufführungen statt. Hin und wieder sind diese Ereignisse recht spektakulär:
die Künstler treten dann in historischen Kostümen auf, in den Pausen
werden im Pastoratsgarten (Dahliengarten) Brot und Wein im Pavillon
gereicht und zum Abschluß inszeniert der Pastor ein kleines Garten-Feuerwerk.
Mittlerweile wurden hierbei bereits zwei
Audio-CDs eingespielt,
die Sie in Bosau erwerben oder im Kirchenbüro (Tel. 0 45 27 / 17
18, Fax 98 43) bestellen können. Die CDs kosten jeweils EUR 8.-

Das
zweite bauliche Wahrzeichen des Dorfes ist die Dunkersche Kate –
Ausstellungszentrum und Standesamt. Hier bietet die Gemeinde
Bosau standesamtliche Trauungen in der Ende des 17. Jahrhunderts
errichteten rohrgedeckten Kate an. Der schmucke Fachwerkbau war
einst Wohnhaus und Arbeitsstätte für Schmiedemeister, Leinenweber
und Bauern. Der das Gebäude umgebende wünderschöne Bauerngarten
ist für jedermann zugänglich – ein Kleinod nicht nur für Gartenfreunde!
Die
alte Dorflinde am Helmoldplatz hat eine lange und bewegte Geschichte
hinter sich. 500 bis 800 Jahre steht diese im norddeutschen Raum
seltene kaukasische Sommerlinde (Tilia dasystyla) nun schon in Bosau
in der Nachbarschaft der St.-Petri-Kirche. Bereits seit 1938 ist
der mächtige Riese (Stammumfang von 4,50 Meter) als Naturdenkmal
geschützt. Daß der Baum hohl ist, ist für Linden in diesem Alter
normal. Im Jahr 2002 mußte der Baum aufgrund der Starkregenereignisse
gekappt werden, da er auseinanderzubrechen drohte. Man hofft allerdings,
daß die Linde im laufe der Jahre wieder neu ausschlägt.
Bosau
hat einen „richtigen“ Sandstrand! ... der ist in der Badesaison
DLRG-überwacht und verfügt sogar über ein Beach- Volleyball-Feld.
Ferner finden Sie hier einen Ball- und einen Kinderspielplatz, eine
Minigolfanlage sowie drei gepflegte Tennisplätze. Die Benutzung
des Strandes samt Parkplatz ist kostenfrei! Bosau
bietet ein reichhaltiges Angebot an Freizeitaktivitäten. Sie
können hier: Angeln, Baden, Boule spielen, Segeln, Rudern, Surfen,
Paddeln, Minigolf spielen, Wasserwandern, Schwimmen, Joggen, Tennis
spielen, Reiten, Golfen, Radfahren, Wandern u.a.m. 
Die
beliebte Bosau-Fahrt mit dem Motorschiff „Antje“ bringt Sie zur
Prinzeninsel ans Plöner Ufer. Hier bietet sich mit dem "Nieder-
sächsischen
Bauernhaus" eine famose Einkeh- möglichkeit. Auf der Halbinsel können
Sie bis zum Plöner Schloß und weiter nach Plön wandern oder radeln.
Fahrräder werden auf der Antje – so der Schiffsname – transportiert.
Die Antje fährt bis nach Plön/Fegetasche, wo die Fahrt mit der 5-Seen-Fahrt
bis nach Malente fortgesetzt oder in die Große Plöner-See-Rundfahrt
umgestiegen werden kann. Segler
kommen auf dem Großen Plöner See – dem größten See in Schleswig-Holstein
– natürlich auch nicht zu kurz. Einige Gastgeber/Vermieter stellen
Boote bzw. Liegeplätze zur Verfügung. Hin und wieder finden große
„Seglerfeste“ statt. Motorboote dürfen nur mit Sondererlaubnis fahren. Im
Frühjahr bekennen die Felder Farbe: Weite Fläche leuchten goldgelb
in der Sonne, bittersüßer Duft und das Summen der Bienen ist zu
vernehmen, das Meer und die Seen scheinen in diesen Wochen besonders
blau zu sein – der Raps blüht. © Fotos: Thamm, Bosau 
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